Die Schnittermeisterschaften in Meisdorf sind ins Leben gerufen worden, um die Ortsteile der neu gegründeten Stadt Falkenstein / Harz enger miteinander zu verbinden.
Es war geplant, die einzelnen Ortsteile und auch die Ortsbürgermeister unserer landwirtschaftlich stark geprägten Stadt miteinander in Wettbewerb treten zu lassen.
Der Heimatverein Meisdorf hatte sich immer bemüht, alte landwirtschaftliche Techniken im Rahmen unseres Erntedankfestes vorzuführen, um sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
2007 hatten wir den Drusch auf der Tenne mit Worfelgabel und Dreschflegel vorgeführt. Dabei gingen gleich alle drei Dreschflegel zu Bruch (was für die kräftigen Personen vorrangig sprach). Dreschen konnten wir also nicht nehmen, um den Bestand des Museumshofes nicht weiter zu gefährden. So kamen wir auf die Idee mit dem Handmäher.
2008 wurde die 1. Falkensteiner Schnittermeisterschaft in Meisdorf aus der Taufe gehoben. Es ging um Schnelligkeit und Qualität. Die Kampfrichter waren gestandene Landwirte aus dem Ort. Aber bei diesem Wettbewerb gibt es immer nur einen Sieger. – So lernten wir schnell, ein „internationales“ Kampfgericht aus verschiedenen Orten einzurichten, wobei jeweils zwei Kampfrichter die Zeit und zwei die Qualität beim Kampf Mann gegen Mann oder besser gesagt Mann gegen Wiese – nahmen und beurteilten.
So ist eine Tradition entstanden und die Sachsen-Anhalt offenen Falkensteiner Schnittermeisterschaften sind zu einer beliebten Begegnungs- und Austauschstätte geworden, zumal seit einigen Jahren auch Oldtimer-Vereine die Veranstaltung umrahmen, den Meisdorfer Spielmannszug und den Opperöder Männerchor nicht zu vergessen.
Dr. Jürgen Ritter
Einzelwettbewerb Verlosung der Felder
Das 15. Schnitterfest in Meisdorf
Nachdem im vergangenen Jahr das Schnitterfest leider kurzfristig abgesagt werden musste (die vom Starkregen aufgeweichte Wiese konnte nicht vorbereitet werden und für den Tag des Festes waren schwere Unwetter vorhergesagt), hatten wir in diesem Jahr viel Glück mit dem Wetter. so fanden sich am 17. Mai eine große Anzahl von Besuchern an der Meisdorfer Wiese ein. Der alljährliche Flohmarkt startete vormittags auf dem Parkplatz am ehemaligen Freibad. Auf der Langen Wiese gegenüber begann dann 14 Uhr unser Schnitterfest, welches wie jedes Jahr, von den Mitgliedern des Heimatvereins Meisdorf organisiert wurde. Zur Eröffnung wurden die Besucher vom Vereinsvorsitzenden Dirk Reichel und von unserem Stadtbürgermeister Rico Röse, welcher der Schirmherr für diese beliebte Veranstaltung ist, begrüßt. Anschließend spielte der Meisdorfer Spielmannszug auf. Zum Wettbewerb des Mähens mit der Handsense traten 13 Teilnehmer im Alter von13 bis 70 Jahren an. Sehr erfreulich ist, dass auch in diesem Jahr wieder mutige Frauen teilgenommen haben. Des Weiteren war Nachwuchs erstmals mit dabei, drei Jugendliche zeigten unter elterlicher Aufsicht, dass sie sich für dieses alte Handwerk begeistern und mit der Sense umgehen können. Toll, denn so kann diese Tradition in Zukunft aufrecht erhalten werden. In diesem Jahr ist das Gras gut gewachsen und so gestaltete sich der Wettbewerb ziemlich anstrengend für die Teilnehmer, die möglichst schnell und sauber mit der Handsense das 24 Quadratmeter große Feld mähen mussten. Die Bewertung erfolgte dabei von vier erfahrenen Kampfrichtern. Den Sieg bei den Frauen holte sich Renate Bischof aus Meisdorf und bei den Männern Manfred Ketzer aus Pansfelde. Die Zuschauer waren begeistert vom Können der Schnitter und es herrschte eine tolle Stimmung. Der Opperöder Männerchor sorgte für Unterhaltung und die Besucher konnten sich mit Kaffee und Kuchen stärken bzw. sich am Stand der Fa. Jerusel vom Gartenhaus verpflegen oder ein Eis genießen. Es war ein gelungenes Fest, dank der vielen Helfer und Mitwirkenden. Besonderer Dank gilt auch Herrn Senftleben, welcher die Wiese alljährlich zur Verfügung stellt und vorbereitet. Weiterhin bedanken wir uns bei Falk & Frei Meisdorf, den vier Wertungsrichtern, dem anonymen Geldspender sowie allen anderen Unterstützern.
C. Reichel, Heimatverein Meisdorf e.V.
Mannschaftswettbewerb
Siegerehrung der Damen
Platzierungen 2025 :
Einzelwettbewerb der Frauen: 1. Renate Bischof, Meisdorf
2. Sarah Schwandt, Welbsleben
Einzelwettbewerb der Männer: 1. Manfred Ketzer, Pansfelde
2. Felix Büttner, Alterode
es gab zwei Drittplatzierte: 3. Reinhard Bischof, Meisdorf
3. Georg Lehmann, Gatersleben
Ehrenpreis für die Jugend
Siegerehrung im Mannschaftswettbewerb
Hier steht das Gras noch
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Unser 14. Schnitterfest 2023
Einst vom ehemaligen Vorsitzendendes Heimatvereins Meisdorf, Dr. Jürgen Ritter ins Leben gerufen, jährte sich das Schnitterfest dieses Jahr schon zum 14. Mal. Auf der langen Wiese beim ehemaligen Freibad in Meisdorf hatten einige Vereinsmitglieder mit Unterstützung von Herrn Senftleben und Herrn Endsbiller die Felder für die Schnittermeisterschaft vorbereitet. Neben sieben Männern, der älteste schon 81 Jahre alt, brachten dieses Jahr sogar zwei Frauen den Mut auf, zur Sense zu greifen und am Wettbewerb teilzunehmen.
Eröffnet wurde unser Fest vom Meisdorfer Spielmannszug (welcher übrigens im September selbst ein großes Event ausrichtet, die 30. Landesmeisterschaft der Spielleute - Spenden sind für diese große Veranstaltung willkommen). Nachdem der Vereinsvorsitzende Dirk Reichel einige Grußworte an die Zuschauer gerichtet hatte, dankte er unserem bisherigen Bürgermeister Klaus Wycisk für die jahrelange gute Zusammenarbeit mit unserem Verein, Herr Wycisk hatte 14 Jahre lang die Schirmherrschaft für das Schnitterfest übernommen. Gleichzeitig begrüßte er unseren neuen Bürgermeister Rico Röse, welcher diese Tradition ebenso weiter fortführen möchte. Danach hielten beide Bürgermeister eine kleine Ansprache, bevor der Männerchor Opperode das Publikum mit seinen Liedern erfreute. Damit keiner der Teilnehmer benachteiligt wurde, fand nun die Verlosung der einzelnen Felder statt und dann konnte endlich der Sensenwettbewerb starten. Bei herrlichem Wetter und unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer zeigten die Sensenmänner und -frauen ihr Können. Nun konnten die Zuschauer miterleben und erahnen, wie anstrengend und anspruchsvoll dieses Mähen mit der Sense ist und was die Landwirtschaft den Menschen in früheren Zeiten abverlangte. Nach einer weiteren Gesangseinlage des Männerchors fand dann die Siegerehrung statt.
Wie schon im Vorjahr konnte Manfred Ketzer aus Pansfelde den Sieg für sich beanspruchen. Er verwies Felix Büttner aus Alterode auf den zweiten bzw. Stefan Knoche aus Reinstedt auf den dritten Platz. Bei den Damen erreichte Sarah Schwandt aus Welbsleben den ersten und Stefanie Koch aus Endorf den zweiten Platz. Eine Hochachtung den mutigen Frauen! In der Mannschaftswertung belegten Felix Büttner, Stefan Knoche und Michael Damm das Siegertreppchen.
Für die Besucher sorgte ein Eisstand für willkommene Abkühlung, Die Firma Jerusel vom Gartenhaus übernahm die Versorgung mit Essen und Getränken. Für den benötigten Strom unterstützte uns wie immer die Meisdorfer Feuerwehr. Gitti Meyer hatte wie in jedem Jahr den Flohmarkt organisiert, so dass die Besucher an den vielen Ständen stöbern konnten und der Wieseröder Schlepperverein war mit historischen Fahrzeugen vertreten, die bestaunt werden konnten. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.
Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden und Helfern, u.a. bei den fleißigen Mitgliedern des Heimatvereins, der Stadt Falkenstein, der Feuerwehr Meisdorf, bei der Fa. Jerusel, der Fa. Schulze und Partner (Herr Glowienka), Herrn Senftleben, dem Spielmannszug Meisdorf, dem Männerchor Opperode, Herrn Thomas Endsbiller und den Wertungsrichtern.
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